Abnahme
Die Abnahme ist die Erklärung oder das Verhalten, mit dem der Besteller das vertragsgemäß hergestellte Werk als im Wesentlichen vertragsgerecht entgegennimmt.
Von Ausbauhaus bis Wärmepumpe: Hier findest du verständliche Erklärungen zu Bauweisen, Planung, Ausstattung und Haustechnik. Erfahre, was die Begriffe bedeuten und worauf du bei deiner Hausplanung achten solltest.
83 Begriffe
Die Abnahme ist die Erklärung oder das Verhalten, mit dem der Besteller das vertragsgemäß hergestellte Werk als im Wesentlichen vertragsgerecht entgegennimmt.
Eine Abschlagszahlung ist eine Zahlung auf die Vergütung für bereits erbrachte, nach dem Vertrag geschuldete Leistungen. Welche Forderung zulässig und nachgewiesen ist, richtet sich nach Vertragsart, Leistungsstand und den einschlägigen Regeln.
Bei einer Aufsparrendämmung liegt die Wärmedämmschicht oberhalb der Dachsparren. Sie kann allein oder in einem abgestimmten Aufbau mit anderen Dämmlagen verwendet werden. Entscheidend sind das vollständige Dachsystem, seine Anschlüsse und die zugehörigen Nachweise.
Ein Ausbauhaus ist ein Hausangebot, bei dem der Anbieter eine vereinbarte Ausbaustufe erstellt und ein Teil des weiteren Ausbaus bei dir bleibt. Häufig ist das Gebäude außen fertig, während du Arbeiten im Inneren selbst übernimmst oder gesondert vergeben lässt. Welche Leistungen genau enthalten sind, ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot und den Vertragsunterlagen. Der Begriff allein ersetzt diese Prüfung nicht.
Eine Baubeschreibung stellt die wesentlichen Eigenschaften und den vorgesehenen Leistungsumfang eines Bauvorhabens dar. Sie verbindet Pläne, Konstruktion, Ausbau und Ausstattung und hilft, Angebote auf denselben Endzustand zu beziehen.
Eine Baugrenze ist eine Festsetzung im Bebauungsplan, die Gebäude und Gebäudeteile grundsätzlich nicht überschreiten dürfen.
Ein Baugrundgutachten beschreibt und bewertet die für ein konkretes Bauvorhaben untersuchten Boden- und Wasserverhältnisse. Es liefert der Planung Grundlagen für Gründung, Erdarbeiten und den Umgang mit Wasser. Aussageumfang und Grenzen hängen von Auftrag, Erkundung und Projektannahmen ab.
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung zu einem grundstücksbezogenen Tun, Dulden oder Unterlassen, die nach dem jeweiligen Landesrecht übernommen und registriert wird. Sie kann baurechtliche Hindernisse behandeln, ersetzt aber nicht automatisch ein privates Nutzungsrecht.
Eine Baulinie ist eine Festsetzung im Bebauungsplan, auf der gebaut werden muss.
Die Baumassenzahl, kurz BMZ, gibt an, wie viele Kubikmeter Baumasse je Quadratmeter maßgeblicher Grundstücksfläche zulässig sind.
Mit einer formellen Bauvoranfrage werden bestimmte Fragen eines konkreten Bauvorhabens vor dem vollständigen Bauantrag zur behördlichen Entscheidung gestellt. Das Ergebnis ist ein Bauvorbescheid. Verfahren, Reichweite und Geltungsdauer richten sich nach dem maßgeblichen Landesrecht und dem konkreten Bescheid.
Ein Bauzeitenplan ordnet Bauleistungen, Termine und ihre Abhängigkeiten. Er zeigt, wann Arbeiten beginnen oder enden sollen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit nachfolgende Schritte sinnvoll starten können.
Ein Bebauungsplan ist ein kommunaler Plan, dessen Festsetzungen mitentscheiden, ob und wie ein Bauvorhaben auf einem Grundstück zulässig ist.
Bei der Bemusterung werden konkrete Materialien, Produkte, Farben und Ausstattungen eines Hauses anhand der vereinbarten Leistungen ausgewählt und dokumentiert. Sie verbindet Gestaltung mit technischen Anforderungen, Planständen und möglichen Mehr- oder Minderkosten.
Ein Blower-Door-Test untersucht die Luftdurchlässigkeit eines Gebäudes oder Gebäudeteils mit einem Ventilator und definierten Druckunterschieden. Aus gemessenen Luftströmen werden Kennwerte berechnet; Messzweck, Gebäudevorbereitung und Bezugsgrößen müssen dokumentiert sein.
Eine bodengleiche Dusche ist ohne erhöhte Eintrittskante auf das Niveau des umgebenden fertigen Fußbodens abgestimmt. Entwässerung, Gefälle, Abdichtung und nutzbare Bewegungsfläche müssen dafür zusammen geplant werden.
Eine Bodenplatte bildet einen unteren flächigen Gebäudeabschluss zum Untergrund. Als tragende Fundamentplatte kann sie Gebäudelasten in den Baugrund übertragen; bei anderen Gründungen übernimmt sie eine andere konstruktive Rolle. Tragfunktion, Dämmung und Feuchteschutz sind getrennt zu planen.
Brettsperrholz ist ein flächiger Holzbaustoff aus mehreren miteinander verklebten Brettlagen, deren Faserrichtungen im Aufbau gekreuzt werden. Daraus entstehen statisch geplante Elemente für beispielsweise Wände, Decken und Dächer.
Ein Bungalow ist eine Hausform, bei der die wesentlichen Wohnräume auf einer Ebene angeordnet sind. Der Begriff legt weder Dachform noch Bauweise oder Ausbaustufe fest und garantiert für sich allein keine barrierefreie Nutzung.
Eine Dachgaube ist ein Aufbau auf einer geneigten Dachfläche, der meist ein senkrechtes Fenster und zusätzliche nutzbare Höhe im Dachraum schafft. Sie verändert Dachgeometrie und Anschlüsse; der tatsächliche Flächengewinn hängt von der fertigen Innengeometrie ab.
Die Dachneigung beschreibt den Winkel der Dachkonstruktion zur Waagerechten. Sie kann in Grad oder als Steigung in Prozent angegeben werden; beide Angaben lassen sich umrechnen, sind aber nicht zahlenmäßig gleich.
Der Dachüberstand ist der Teil des Daches, der über die äußere Wandfläche hinausragt. Er beeinflusst Dachansicht, Wasserführung und je nach Geometrie die Verschattung. Für einen Vergleich muss klar sein, von welchem Bezugspunkt und in welcher Richtung gemessen wird.
Eine Dampfbremse ist eine Bauteilschicht, die den Durchgang von Wasserdampf begrenzt. Ihre Wirkung muss zum gesamten Feuchteschutz und den Austrocknungsmöglichkeiten der Konstruktion passen; Luftdichtheit ist eine eigene, damit abzustimmende Funktion.
Ein Doppelhaus verbindet zwei unmittelbar aneinander gebaute Haushälften. Für die Planung müssen die gemeinsame Gebäudeseite, die Eigenständigkeit der Hälften und die Grundstücks- und Nutzungssituation zusammen betrachtet werden.
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